Die Möhnetalsperre läuft über – 12.08.07
Erstmals seit 23 Jahren ist die Möhnetalsperre wieder übergelaufen.Bis zu 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde strömten durch die Hochwasserüberläufe unter der Mauerkrone und stürzten 35 Meter in die Tiefe. Ein überlaufen ist selten,da bei Starkregen sonst rechtzeitig über andere Kanäle Wasser kontrolliert abgelassen wird. …….Text(c)DPA …….Video(c) fischertechnik1
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Der Möhnesee, dessen Fassungsvermögen rund 134,5 Millionen m³ (oder t) Wasser umfasst, ist mit seinen vier Abschnitten über 10 km lang, an der tiefsten Stelle bei Vollstau zwischen Linkturm und Sperrmauer 36 m tief und rund 1037 ha groß. Das Absperrbauwerk der Talsperre, das als Gewichtsstaumauer erbaut wurde, besteht aus Bruchsteinmauerwerk, ist nach dem Intze-Prinzip gebaut und hat eine Kronenlänge von 650 m. Direkt unterhalb der Staumauer befindet sich ein kleines Ausgleichsbecken. Das Wasserkraftwerk hat eine Ausbauleistung von 7,04 MW Um bei Hochwasser einen Überlauf zu ermöglichen, sind in der Mauerkrone, unterhalb der Fahrbahn, 105 Öffnungen eingelassen. Ein Teil der Energie des herabströmenden Wassers wird auf der Luftseite der Staumauer durch die hervorstehenden Bruchsteinquader bereits umgewandelt. Der Ausgleichsweiher dient anschließend als Tosbecken. Um die Mauer zu schonen und wegen der Energieerzeugung, wird ein Überlaufen über die Öffnungen der Hochwasserentlastung möglichst vermieden. Zuletzt lief die Talsperre im August 2007 in Folge extremer Niederschläge (in Warstein am 9. August 2007 58,5 mm in drei Stunden) im Einzugsgebiet der Möhnetalsperre über. Das vorletzte Überlauf-Ereignis war 1984.

